Rusty „The Babyface“ Rambler
Rusty Ramblers erster Lebensabschnitt gestaltete sich genau so turbulent, wie die darauf Folgenden. Als Sohn der Stripperin „Sierra Madre“ wurde er am 26.10.1938 in El Paso an der texanisch-mexikanischen Grenze geboren. Seiner Mutter zufolge könnte  Rusty unter anderem aus einer Liaison mit einem  sehr begabten Jazz-Posaunist entstanden sein, der ein Jahr später mit dem Stück „In the Mood“ zu Weltruhm gelangte. Aufgrund des Desinteresses seiner Mutter, die ständig neue Lebensgefährten mit nach Hause brachte, wurde Rusty schnell selbstständig und lernte sich im rauen Grenzgebiet von El Paso und Juárez durchzusetzen. Grund dafür war unter anderem seine barmherzige Großmutter, die sich rührend um ihn kümmerte und von der er alles erlernte, was er für sein späteres Leben brauchen sollte: schmierige Kartentricks, Trickbetrügereien und zu guter Letzt das Klavierspielen. Da Rusty, der wegen seiner Jugendlichkeit „Babyface“ genannt wurde, nie der Stärkste, aber der Gerissenste in seinem Umfeld war, erkannte er bald, dass die raue Welt des Grenzlandes keine Zukunft für ihn darstellte. Mit 15 Jahren verließ er seine Heimatstadt. Unter Anderem weil im Bundesstaat Texas mehrere Anzeigen wegen körperlichen Betrugs gegenüber Frauen gegen ihn liefen. Dies zwang ihn Texas möglichst schnell zu verlassen und  schließlich landete er  1955 in Memphis Tennessee. Dort versuchte er als Studiopianist in den Sunstudios Fuß zu fassen. Da er aber einen sehr exzessiven Lebensstil hatte, hielt er sich mit der Hütchenspielerei und dem Verkauf sinnloser Gegenstände über Wasser. Als er aber auf dem Pigmarket in Memphis ein Spurenlesegerät an den weißen Steve O. mit pseudoindianischer Abstammung verkaufte und ihn dieser mit einem hölzernen Kochlöffel erstechen wollte, landete er im Gefängnis und es trat eine Wende in Rustys leben. Begeistert von dem musikalischen Wirken und den Erzählungen seines Zellenkameraden Propella wollte Rambler sein Leben nun der Musik widmen, in die Band einsteigen und seine schlimme Vergangenheit hinter sich lassen.  Nach dem Ausbruch aus dem State Prison in Memphis, wo er McBang, Propeller, Bazooka und O. , das Opfer seiner letzten Betrügerei, kennen lernte, führte er sie über die Grenze nach Juárez. Im mexikanischen Exil begann Rusty, der bereits viel musikalische Erfahrung mitbrachte, die restlichen Vier für den Rock’n‘Roll zu begeistern  und man formte eine Band, die es vorher noch nie gegeben hatte: Steve O. & the Shaky Bones.
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