Steve O.
In der betrübenden Reservatatmosphäre eines Doyon Stammes in den kanadischen Rocky Mountain wuchs Steve Okahontahilowawakawakashakalakalohilo, was so viel bedeutet wie „der der von betrunkener Uhu am Fluss des Yukons neben einem kackenden Faultier gefundene weiße Junge“, auf und erlernte als bald das Pseudoindianergehabe und das Erstellen von Traumfängern, die an Touristen verkauft wurden, die das Reservat besuchten.  Einem Stammesältesten zufolge wurde Steve, der sich mittlerweile der Einfachheit halber „O.“ nannte, irgendwann im 40. Winter, nachdem Alkoholismus und soziale Probleme ins Reservat einzogen, gefunden. Also nach westlicher Zeitrechnung ca. 1932. Im Alter von 13 erlernte der weiße Sonderling, der der indianischen Legende nach von einem Goldgräber und dessen Muli gezeugt wurde, von seinem Onkel klebender Uhu das Trapperhandwerk und Gitarre spielen. 1955 brach Steve nach Memphis Tennessee auf, um dort  auf dem Pigmarket seine Biberfelle, die er von verendeten Bibern neben einer Chemieanlage aufgesammelte hatte, zu verkaufen und für seinen Häuptling das „Feuerwasser“ Jack Daniel mitzubringen. Da Steve O. nie mit Geld umgehen konnte und sehr leichtgläubig war,  fiel er auf den gerissenen Trickbetrüger Rusty Rambler herein, der ihm für das ganze Geld ein Spurenlesegerät verkaufte.  Als O. den Betrug erkannte, verfolgte er Rambler und bedrohte ihn auf offener Straße mit einem Kochlöffel, da er sein Messer ebenfalls vorher gegen Süßigkeiten eingetauscht hatte. Nach einer handfesten Auseinandersetzung landeten beide im Gefängnis, wo sie auf ihren Zellenkammeraden Tommy Propella trafen, der wegen Sachbeschädigung nach einem Wutanfall einsaß. Bill Bazooka und McBang, die die Kaution nicht aufbringen konnten, sprengten ihren Bandkollegen frei und O. und Rambler, mit denen Propella  sich mittlerweile angefreundet hatte, folgten ihnen über die Grenze nach Mexiko. Aus Langeweile und aus dem Grund, dass Steve nicht mehr alleine in sein Reservat zurückgefunden hätte, begann er in die Band der restlichen Vier, die mittlerweile durch diverse Saufgelage zu Freunden geworden waren, einzusteigen und bestach durch seinen außergewöhnlichen Gesang. Bei den ersten Auftritten als „Steve O. & the Shaky Bones“ trug der Frontman ein Outfit aus Bisonfell, welches einen kleinen Jungen im Publikum namens John Frusco später zur Sitcom „Alf“ inspirierte.

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